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Aus der geschichte
 

Ein alter Siedlungsraum

Erste Siedlungsspuren sind für die Freizeit-Region Heinsberg bereits für die Altsteinzeit nachgewiesen. Die fruchtbaren Böden machten die Region schon damals zu einem Gunstraum für die ackerbauliche Nutzung und waren Anlass für seine frühe Besiedlung. Bei Ausgrabungen in der Teverener Heide fand man mehrere steinzeitliche Werkzeuge. In den frühen 90er Jahren sorgte die Entdeckung eines ca. 7000 Jahre alten Holzbrunnens bei Erkelenz-Kückhoven für Aufregung. Durch ihn wurde belegt, dass die Region bereits im Jahr 5000 v. Chr. bewohnt war.

Auf den Spuren der Römer und Franken

Archäologische Funde zeigen, dass die Römer noch bis zu Beginn des 4. Jh. die Vorherrschaft über die Region besaßen. Dann wurden sie zunehmend von dem germanischen Stamm der Franken vertrieben, die sich ab Mitte des 3. Jh. hier ansiedelten.

Spuren der Römer findet man beispielsweise bei Übach-Palenberg: Im Naherholungsgebiet Wurmtal wurde ein römisches Badehaus rekonstruiert, dessen Ruinen in der Nähe der Stadt ausgegraben wurden. Auch das nahe gelegene Schloss Rimburg besitzt noch römische Bausubstanz. Durch die Stadt Heinsberg verlief einst eine alte Römerstraße und auch andere Straßen der Region führen heute über Trassen ehemaliger römischer Heerstraßen, z. B. die alte Römerstraße von Heerlen nach Xanten.

Von den Franken stammen viele der heutigen Ortsnamen ab. Endungen auf -ingen oder -heim waren typisch fränkisch. Die Franken bevorzugten ländliche Gebiete mit feuchten Niederungen, auf denen sie ihr Vieh weiden konnten. Sie lebten vorwiegend in kleinen Dörfern, Hofgruppen oder auf Einzelgehöften. Ihre Siedlungsstrukturen können als Grundlage für die Entstehung der vielen kleinen Dörfer angesehen werden, die heute über die Region verteilt sind. Bei Frelenberg und Geilenkirchen wurden mehrere Gräberfelder aus dem 6. und 7. Jh. entdeckt. Sie sind ein weiteres Zeugnis der fränkischen Vergangenheit.
 

Das Mittelalter: 
Adelsgeschlechter & Christianisierung

Der für den Landkreis bezeichnende Name „Heinsberg" stammt von dem Adelsgeschlecht der Herren von Heinsberg ab. Dieses gelangte um das 11. Jh. in Besitz des Burgbergs und übernahm bis ins 15. Jh. die Herrschaft über das südliche Gebiet der heutigen Freizeit-Region. Philipp von Heinsberg (um 1130 - 1191) war als Philipp I. Erzbischof von Köln. In diesem Amt wurde er unter der Herrschaft von Kaiser Friedrich Barbarossa zum mächtigsten Mann im nördlichen Kaiserreich.
In der Region konkurrierten neben den Herren von Heinsberg noch andere mächtige Adelsfamilien um die Ausdehnung ihrer Machtbereiche. Zu ihnen zählten u. a. die Herren von Wassenberg, die das Gebiet östlich der Rur verwalteten, und die Grafen von Geldern, die im Raum Erkelenz-Wegberg herrschten. Ihre mittelalterlichen Burgen und Befestigungsanlagen sind vielerorts, wenn auch teilweise nur als Ruinen, in der Landschaft zu finden und können besichtigt werden.

Das Mittelalter war außerdem eine Zeit zahlreicher Stifts- und Klostergründungen. Angelsächsische Mönche kamen ab dem 8. Jh. als Missionare in die Region und verbreiteten den christlichen Glauben unter der Bevölkerung. In den folgenden Jahrhunderten fand ein reger Bau von Kirchen und Klöstern statt. Diese überdauerten die Zeit und prägen heute das Bild zahlreicher Ortschaften. Die meisten Kirchenbauten erfuhren im Laufe der Zeit Umbauten und Erweiterungen, aber ihre geistliche Funktion behielten sie bis heute, denn der Glaube ist weiterhin tief im Leben der Einwohner verwurzelt.

Auf dem Weg in die Neuzeit

Bis die Freizeit-Region Heinsberg im 20. Jh. ihr heutiges Gesicht erhielt, war es noch ein langer Weg. Im Laufe der Jahrhunderte erlangten Herrscher unterschiedlicher Nationen die Macht über das Gebiet: Der ehemalige Herrschaftsbereich der Grafen von Geldern kam im 16. Jh. unter die Obrigkeit des spanischen Königs. Später gehörte er zu den österreichischen Niederlanden. Nach der Eroberung des linksrheinischen Raumes durch Napoleon lag die gesamte Region ab 1794 dann unter französischer Verwaltung.
 
Zu Beginn des 19. Jh. fiel das Rheinland durch einen Beschluss des Wiener Kongresses Preußen zu. Durch diese Bestimmung kam auch das Gebiet der heutigen Freizeit-Region Heinsberg wieder unter die deutsche Obrigkeit. Unter dieser verblieb es bis heute, mit Ausnahme der Gemeinde Selfkant, die in Folge des 2. Weltkrieges noch bis 1963 von den Niederlanden annektiert wurde. Als Folge der Annexion gibt es im Selfkant eine reiche Durchmischung der niederländischen und deutschen Kultur.


 

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